RSV Illertissen

Einrad-Weltmeisterschaften in Grenoble (Frankreich)

ZeitungsartikelEinrad

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Bild (von links nach rechts): das Einrad-Freestyle Team des Radsportverein Illertissen bei den Bayerischen Meisterschaften 2022
Hinten: Tom Trompler, Julia Feldkircher, Fabienne Sturm, Julia Blocher, Jennifer Ruess, Selina Kögel, Juline Idel, Daniela Fischer, Sarah Lehner, Ramona Lezius, Eleonora Ganser, Hannah Lehner
Vorne: Lara Hörmann, Hannah Fischer, Hanna Nothelfer, Leonie Nothelfer, Karla Wagner, Maxima Seitz, Kathrin Höckelmann, Lena Trompler, Chiara Lehner, Mia Sander

Foto: Christiane Ruess vom RSV Illertissen


RunBikeRock am 8. Mai 2022 in Illertissen

Besonderheiten Ausschreibung Einrad_V2


Artikel

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Durchwachsener Saisonauftakt 2022 für die Einrad-Freestyler aus Illertissen

Nach fast zweijähriger pandemiebedingter Wettkampfpause war es endlich wieder soweit. Der Radsportverein Illertissen nahm beim Schwäbischen Einradtag in Stuttgart erstmals wieder an einem Freestyle-Wettbewerb teil. Aufgrund der Rahmenbedingungen der letzten Wochen war es insbesondere bei den Paarküren und Mannschaftswettbewerben schwer ein konstantes Training durchzuführen. Aber auch der Start mit einer verkleinerten Mannschaft gibt den Illertisser Einradfahrern Hoffnung auf ein Stück Normalität.

Bei den Paarküren Junior Expert erwischte das Illertisser Paar mit Julia Blocher und Julia Feldkircher mit ihrer Kür zum Thema Samurai keinen optimalen Start. Die anfänglichen Schwierigkeiten mit der Musik irritierten die beiden doch, so dass es zu mehr Abstiegen kam als erwartet, was sich auch auf die Platzierung auswirkte. Umso mehr dürfte es die beiden gefreut haben, dass sie im Nachgang erfahren haben, dass sie für die Wettbewerbe in der Altersklasse U15 bei der kommenden Weltmeisterschaft in Frankreich im Sommer bei den Paarküren für Deutschland einen Startplatz erhalten haben.

Beim Wettbewerb der Einzelküren Expert weiblich ging es bei der Wertung um die Platzierungen 2 und 3 eng zu. Die wenigen leichten Abstiege von Jennifer Ruess verhinderten eine bestmögliche Platzierung. Bei identischer Technikwertung mit der Zweitplatzierten vom TV Appenweier erreichte sie am Ende einen sehr guten dritten Platz.

Gemeinsam mit Ihrer langjährigen Paarkürpartnerin Ramona Lezius stellte sich Jennifer Ruess als das Traumpaar aus dem Filmklassiger „Grease“ der Konkurrenz. Leider unterliefen den beiden mehr leichte Abstiege als gewünscht. Das erfahrene Paar konnte jedoch mit einer Kür auf technisch hohem Niveau insbesondere durch eine sehr gelungene Präsentation überzeugen. Mit einer Bestnote der teilnehmen Paare bei der Präsentationswertung erreichten die beiden Illertisser Fahrerinnen in der Gesamtwertung einen hervorragenden zweiten Platz in der Kategorie Paarkür Expert.

Als einzige Gruppenkür des RSV Illertissen gingen Daniela Fischer, Ramona Lezius sowie Jennifer Rueß als „Creatures from another world“ bei den Kleingruppenküren 15plus an den Start. Wie bereits beim letzten Stuttgarter Einradtag in 2020 konnten die drei Fahrerinnen mit Bestnoten sowohl in der Technik als auch in der Präsentation in dieser Kategorie Platz 1 für sich verbuchen.

Für die 15plus-Fahrerinnen Daniela Fischer, Ramona Lezius sowie Jennifer Rueß war der Stuttgarter Einradtag zugleich als eine Art Generalprobe für den in Kürze anstehenden Qualifikationswettbewerb für die Weltmeisterschaft im August dieses Jahres zu sehen. Bei diesem Wettbewerb mit Teilnehmern aus ganz Deutschland entscheidet sich, ob die drei Einradfahrerinnen mit ihren Küren wie ihre jüngeren Vereinskolleginnen Deutschland bei den Freestyle-Wettbewerben in Grenoble repräsentieren dürfen.

Bild (von links nach rechts): Jennifer Ruess, Ramona Lezius und Daniela Fischer als Creatures from another world“ in der Kategorie Kleingruppenküren 15plus – Foto: Katharina Raugust

 

Einradtour 2021 des RSV Illertissen

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Gruppenbild (© RSV Illertissen)

Von links nach rechts: Lena Portius, Simon Thoma, Jana Geller, Benjamin Fischer, Jennifer Rueß, Selina Kögel, Daniela Fischer


Einrad2020A


Beim Schwäbischen Einradtag am 22./23. Februar 2020 in Stuttgart.

Gruppenbild aller Teilnehmer des RSV Illertissen in ihren jeweiligen Gruppenkürkostümen.
Hinten sowie zweite Reihe von hinten die 12-köpfige 15plus-Großgruppenkür zum Thema VIKINGS. Links und rechts inkl. dritte Reihe von hinten die 8 Fahrerinnen der U15-Kleingruppenkür zum Thema Maya Krieger sowie insbesondere erste Reihe die Nachwuchsfahrer der U15-Großgruppe zum Thema Hexen.
Illertisser Einradfahrer ergattern sich Startplätze für die Weltmeisterschaft   Am 29.02. und 01.03. fand in Neunkirchen am Brand der Qualifikations-Wettkampf für die diesjährige Weltmeisterschaft im Einradfahren statt. Sportler aus ganz Deutschland präsentierten hier ihre technisch anspruchsvollen und passend zur Musik ausgeführten Küren vor einer zwölf- bis 14-köpfigen Jury.   Vom Radsportverein Illertissen traten Daniela Fischer, Selina Kögel, Ramona Lezius und Jenny Rueß in der Disziplin Kleingruppenkür 15plus an, um einen der begehrten Startplätze zu ergattern. Da die Gewinnerkür der letzten Deutschen Meisterschaft sich automatisch für die WM qualifiziert hatte, gab es nun nur noch zwei Startplätze zwischen acht Gruppen zu vergeben. Nach langem Warten gingen die vier Illertisserinnen mit ihrer Kür „Girl power“ als letzte Fahrerinnen des Wettkampfes an den Start. Die Mädels zeigten nervenstark eine nahezu perfekte Performance. Trotz sehr starker Konkurrenz landete die Gruppenkür des RSV auf dem ersten Platz und sicherte sich somit einen der hart umkämpften Startplätze für die Weltmeisterschaft im Juli.   Die Startplätze mancher Disziplinen und Altersklassen wurden bereits Ende letzten Jahres durch andere Qualifikationsverfahren vergeben, sodass noch weitere Illertisser Sportlerinnen ihre Küren bei der Weltmeisterschaft präsentieren dürfen. Neben der 15plus-Kleingruppenkür des Radsportvereins können sich Greta Breitenberger und Eleonora Ganser sowie Daniela Fischer und Selina Kögel über einen Paarkür-Startplatz in ihrer jeweiligen Altersklasse freuen. Auch die achtköpfige Juniorenmannschaft des RSV wird mit ihrer Kleingruppenkür bei der WM antreten (Julia Blocher, Greta Breitenberger, Julia Feldkircher, Eleonora Ganser, Emma Kölbl, Laura Lein, Leonie Lein, Fabienne Sturm, Lena Wunsch). Darüber hinaus werden die Einradfahrer aus Illertissen bei der Weltmeisterschaft im französischen Grenoble nicht nur in den Kür-Disziplinen vertreten sein, sondern zusätzlich auch beim Einrad-Rennen und beim sogenannten Muni, dem Einrad-Mountainbiken.
 
Gruppenbild der 15plus-Kleingruppenkürfahrerinnen (von links nach rechts: Jennifer Rueß, Selina Kögel, Daniela Fischer, Ramona Lezius)

Einradshow am Sonntag 26.04.2020

Die diesjährige Einradshow des Radsportverein Illertissen findet am Sonntag, den 26.04., statt. Gezeigt werden die Küren des RSV der Wettkampfsaison 2019/2020 sowie Breitensportdarstellungen der Anfänger- und Erwachsenengruppe. Ort: Vöhlinhalle, Dietenheimer Straße 60, 89257 Illertissen Beginn: 17.00 / Einlass ab 16.30 Uhr Dauer: ca. 2 Std. Der Eintritt ist frei. Das Verpflegungsteam freut sich auf Ihren Besuch: Es gibt Kuchen, Snacks und Wienerle sowie alkoholfreie Warm- und Kaltgetränke.

Breitensport-Einradtag am 22.11.2020 fällt aus!

Der traditionelle Einradtag mit Spielestationen und Workshops kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden.


Auf einem Rad durch König Laurins Reich

Die Illertisser Einradfahrer durchqueren die Dolomiten

Die Stimmung war gut bei den neun Einradfahrern des RSV Illertissen auf ihrer Tour in den Dolomiten. Von links nach rechts: Simon Thoma, Konrad Moser, Lena Portius, Jennifer Rueß, Daniela Fischer, Jana Geller, Gina Samtner, Anja Hilble und Selina Kögel.                                                   Foto: Christane Rueß

 

Dieses Mal sollte es bei der Jahrestour hoch hinausgehen für die Illertisser Einradfahrer. Sie versuchten sich Anfang September in den Dolomiten, dem Reich des Sagenkönigs Laurin.

Für Schifahrer und Mountainbiker ist die Sella-Ronda in den Dolomiten ein Begriff und eine Herausforderung. Nun machten sich auch die Illertisser Einradfahrer auf, um mit ihren Geländeeinrädern einige Passagen dieser Strecke unter die Stollen zu nehmen.

Die neun Fahrer(innen) und ihre drei Begleiterinnen starteten am ersten Tag vom Valparola-Pass gleich mit einer herausfordernden Abfahrt hinunter nach Alta Badia. Von dort aus ging es mit etwas Unterstützung hoch zum Rifugio Pralongiá auf 2200 m Höhe. Oben angekommen befanden sie sich auch schon mitten drin in der imposanten Bergwelt, deren Wege und Hindernisse es in den nächsten Tagen zu bezwingen galt.

Der zweite Tag führte zunächst über Forst- und  Wanderwege hinunter nach Arabba. Der oberhalb des Fedaja-Stausees und gegenüber dem Marmolada-Gletscher auf ca. 2400 m Höhe gelegene Bindelweg sollte eigentlich ein großer Höhepunkt der Tour werden. Leider regnete es genau während dieser 3 Stunden dermaßen heftig, dass sich die Truppe – die moderne Technik macht es möglich – mit Bildern auf dem Handy begnügen musste, um sich vorzustellen, wie schön es hier eigentlich sein könnte. Am Ende wartete noch ein Trail hinunter zum Passo Pordoi, welcher sich nach all dem Regen als eine reine Rutschpartie darstellte. Durchnässt, durchgefroren und vor Dreck strotzend bestieg die Truppe hier die Begleitfahrzeuge, um sich zum Sella-Joch shutteln zu lassen. Von dort aus ging es dann noch aus eigener Kraft weiter zur Friedrich-August-Hütte am Fuße des Langkofelmassivs.

Der nächste Morgen offenbarte dann endlich die ganze Pracht der bleichen Berge, wie die Dolomiten auch genannt werden. Vom Sella-Joch aus ging es bei strahlendem Sonnenschein zunächst an den steilen Felsflanken des Langkofelmassivs entlang. An der Nordflanke angekommen ging es auf teils felsigem und grobschottrigem Untergrund hinunter Richtung Wolkenstein. Nach einer kleinen zusätzlichen Traileinlage vom Mont de Seura hinunter, ging es, die Seiser Alm und den Schlern mit König Laurins Rosengarten im Blick, dem Tagesziel St. Ulrich entgegen.

Die vierte und letzte Etappe führte die Truppe schließlich über das oberhalb des Eisacktales gelegene Lajen heraus aus den atemberaubenden Panoramen der hochalpinen Berglandschaft hinunter nach Klausen, dem Ziel der Tour. Einigen Fahrern war die Gegend noch von der Teilnahme an der Einrad-Weltmeisterschaft 2012 in Brixen bekannt, bei der einige Wettbewerbe hier in der Gegend von Klausen stattfanden.

Alle Teilnehmer haben dieses kleine Abenteuer ohne nennenswerte Blessuren überstanden. Kleine Stürze gehören beim Muni-Fahren zum normalen Tagesgeschäft, sind aber dank Protektoren an Knie und Schienbein sowie dem obligatorischen Helm und mit Handschuhen in aller Regel harmlos. Die „erstrampelten“ 105 km, 2100 Höhenmeter und 4800 Tiefenmeter sind besonders erwähnenswert, da so ein Einrad keine Schaltung und keinen Freilauf besitzt und die montierte Bremse lediglich eine Entlastung der Beine beim Bergabfahren bietet.

Die Strapazen und Wehwehchen der Tour sind ganz schnell vergessen. Was bleibt sind die schönen Erinnerungen und der Plan auch im nächsten Jahr wieder etwas nicht ganz Alltägliches auf den Einrädern zu versuchen.

Konrad Moser