Einradfahren

Ingrid Kreuzer
Fachwart Einradfahren

Fachwart Einradfahren im Bezirk ist Ingrid Kreuzer, Frühlingstraße 5, 89269 Vöhringen, Tel. 07306-2087447, Mobil 0171-5624414. E-Mail: ingridkreuzer@yahoo.de


Einradshow am Sonntag 26.04.2020

Die diesjährige Einradshow des Radsportverein Illertissen findet am Sonntag, den 26.04., statt.

Gezeigt werden die Küren des RSV der Wettkampfsaison 2019/2020 sowie Breitensportdarstellungen der Anfänger- und Erwachsenengruppe.

Ort: Vöhlinhalle, Dietenheimer Straße 60, 89257 Illertissen
Beginn: 17.00 / Einlass ab 16.30 Uhr
Dauer: ca. 2 Std.

Der Eintritt ist frei.

Das Verpflegungsteam freut sich auf Ihren Besuch:
Es gibt Kuchen, Snacks und Wienerle sowie alkoholfreie Warm- und Kaltgetränke.


Auf einem Rad durch König Laurins Reich

Die Illertisser Einradfahrer durchqueren die Dolomiten

Die Stimmung war gut bei den neun Einradfahrern des RSV Illertissen auf ihrer Tour in den Dolomiten. Von links nach rechts: Simon Thoma, Konrad Moser, Lena Portius, Jennifer Rueß, Daniela Fischer, Jana Geller, Gina Samtner, Anja Hilble und Selina Kögel.                                                   Foto: Christane Rueß

 

Dieses Mal sollte es bei der Jahrestour hoch hinausgehen für die Illertisser Einradfahrer. Sie versuchten sich Anfang September in den Dolomiten, dem Reich des Sagenkönigs Laurin.

Für Schifahrer und Mountainbiker ist die Sella-Ronda in den Dolomiten ein Begriff und eine Herausforderung. Nun machten sich auch die Illertisser Einradfahrer auf, um mit ihren Geländeeinrädern einige Passagen dieser Strecke unter die Stollen zu nehmen.

Die neun Fahrer(innen) und ihre drei Begleiterinnen starteten am ersten Tag vom Valparola-Pass gleich mit einer herausfordernden Abfahrt hinunter nach Alta Badia. Von dort aus ging es mit etwas Unterstützung hoch zum Rifugio Pralongiá auf 2200 m Höhe. Oben angekommen befanden sie sich auch schon mitten drin in der imposanten Bergwelt, deren Wege und Hindernisse es in den nächsten Tagen zu bezwingen galt.

Der zweite Tag führte zunächst über Forst- und  Wanderwege hinunter nach Arabba. Der oberhalb des Fedaja-Stausees und gegenüber dem Marmolada-Gletscher auf ca. 2400 m Höhe gelegene Bindelweg sollte eigentlich ein großer Höhepunkt der Tour werden. Leider regnete es genau während dieser 3 Stunden dermaßen heftig, dass sich die Truppe – die moderne Technik macht es möglich – mit Bildern auf dem Handy begnügen musste, um sich vorzustellen, wie schön es hier eigentlich sein könnte. Am Ende wartete noch ein Trail hinunter zum Passo Pordoi, welcher sich nach all dem Regen als eine reine Rutschpartie darstellte. Durchnässt, durchgefroren und vor Dreck strotzend bestieg die Truppe hier die Begleitfahrzeuge, um sich zum Sella-Joch shutteln zu lassen. Von dort aus ging es dann noch aus eigener Kraft weiter zur Friedrich-August-Hütte am Fuße des Langkofelmassivs.

Der nächste Morgen offenbarte dann endlich die ganze Pracht der bleichen Berge, wie die Dolomiten auch genannt werden. Vom Sella-Joch aus ging es bei strahlendem Sonnenschein zunächst an den steilen Felsflanken des Langkofelmassivs entlang. An der Nordflanke angekommen ging es auf teils felsigem und grobschottrigem Untergrund hinunter Richtung Wolkenstein. Nach einer kleinen zusätzlichen Traileinlage vom Mont de Seura hinunter, ging es, die Seiser Alm und den Schlern mit König Laurins Rosengarten im Blick, dem Tagesziel St. Ulrich entgegen.

Die vierte und letzte Etappe führte die Truppe schließlich über das oberhalb des Eisacktales gelegene Lajen heraus aus den atemberaubenden Panoramen der hochalpinen Berglandschaft hinunter nach Klausen, dem Ziel der Tour. Einigen Fahrern war die Gegend noch von der Teilnahme an der Einrad-Weltmeisterschaft 2012 in Brixen bekannt, bei der einige Wettbewerbe hier in der Gegend von Klausen stattfanden.

Alle Teilnehmer haben dieses kleine Abenteuer ohne nennenswerte Blessuren überstanden. Kleine Stürze gehören beim Muni-Fahren zum normalen Tagesgeschäft, sind aber dank Protektoren an Knie und Schienbein sowie dem obligatorischen Helm und mit Handschuhen in aller Regel harmlos. Die „erstrampelten“ 105 km, 2100 Höhenmeter und 4800 Tiefenmeter sind besonders erwähnenswert, da so ein Einrad keine Schaltung und keinen Freilauf besitzt und die montierte Bremse lediglich eine Entlastung der Beine beim Bergabfahren bietet.

Die Strapazen und Wehwehchen der Tour sind ganz schnell vergessen. Was bleibt sind die schönen Erinnerungen und der Plan auch im nächsten Jahr wieder etwas nicht ganz Alltägliches auf den Einrädern zu versuchen.

Konrad Moser